Magnetkarten: Das sind Magnetstreifen welche auf Plastikkarten aufgebracht sind

Was ist ein Magnetstreifen?

Plastikkarten mit Magnetstreifen Magnetkarten

Magnetstreifen kennt heute nahezu jeder, da sie in verschiedensten Bereichen genutzt werden, um Daten zu sichern. Das womöglich bekannteste Beispiel ist die EC-Karte, auf deren Rückseite der Magnetstreifen in dunkelbrauner oder schwarzer Farbe zu finden ist. Eingearbeitet werden die Streifen schon bei der Herstellung der Plastikkarten, die Speicherung der Informationen erfolgt später. Als Speichermedium dient ein magnetisches Metalloxid.

Wie funktioniert ein Magnetstreifen?

Die Karten werden durch die Magnetisierung der im Streifen vorhandenen magnetischen Partikel beschrieben. Das durch die Neuausrichtung entstehende Muster kann von entsprechenden Lesegeräten interpretiert werden. Zur Speicherung von Informationen stehen drei Spuren zu Verfügung, auf denen alphanummerische und nummerische Daten ablegt werden können. Die Kapazität ist dabei auf 226 Zeichen begrenzt. Zu beachten ist außerdem, dass es sich bei den Magnetstreifen um permanente Speicher handelt. Es ist zwar möglich, die Magnetpartikel neu auszurichten, die Streifen sind aber nicht dazu gedacht, regelmäßig neu beschrieben zu werden.

Wo können Magnetkarten eingesetzt werden?

Der Speicherplatz auf Magnetstreifen ist zwar begrenzt, die Einsatzmöglichkeiten bleiben aber vielfältig. Magnetkarten sind zum Beispiel überall da zu finden, wo Daten einer Person zugeordnet werden müssen. Sie können unter anderem eingesetzt werden, um exakte Zeitkonten für Mitarbeiter zu führen oder den Zugang zu bestimmten Bereichen auf dem Firmengelände nur autorisierten Personen zu gewähren. Weitere Einsatzmöglichkeiten sind Kundenkarten, Mitgliedsausweise oder die Gutscheinverwaltung.

Wie hoch ist die Gefahr des Datenverlusts?

Man hört immer wieder, Magnetstreifen seien durch Kontakt mit einem Magneten gelöscht und dadurch unbrauchbar gemacht worden. Wie viel Wahrheitsgehalt in solchen Aussagen steckt, hängt von der zugrunde liegende Technik ab.

Basiert die Karte auf einem sogenannten LoCo-Streifen, reicht ein Magnetfeld mit einer Flussdichte von 300 Oe aus, um Daten zu speichern oder zu löschen. Äußere Magnetfelder können hier durchaus gefährlich werden. Handelt es sich um einen HiCo-Magnetstreifen, sind 2750 bis 4000 Oe nötig, um die Ausrichtung der Magnetpartikel zu verändern.

Handelsübliche Magneten erreichen diesen Wert nicht. HiCo-Streifen kommen deshalb bei Plastikkarten zum Einsatz, bei denen die Sicherheit vor Manipulation besonders wichtig ist. Für die meisten Einsatzgebiete sind allerdings auch LoCo-Magnetstreifen bestens geeignet und finden in der Praxis deshalb weit häufiger Verwendung. Der Grund liegt auch im geringeren Preis als HiCo Magnetstreifen.

Wenn Sie mehr über die Magnetkarten Technik wissen möchten, dann können Sie auf Wikipedia mehr zu diesem Thema nachlesen.

Wie haltbar sind Magnetkarten?

Die Plastikkarten sind bei richtiger Handhabung äußerst widerstandsfähig und langlebig, müssen dafür aber pfleglich behandelt werden. So dürfen zum Beispiel LoCo-Magnetstreifen keinesfalls mit Magneten in Kontakt kommen. Ansonsten ist es ratsam, die Karten in einer Schutzhülle aufzubewahren, da tiefe Kratzer oder Brüche im Magnetstreifen die darauf gespeicherten Daten unlesbar machen können.

Sind Magnetkarten mit allen Lesegeräten kompatibel?

Tatsächlich unterliegt die Gestaltung von Magnetstreifen eindeutigen Regeln, die in der Industrienorm ISO 7811 festgeschrieben sind. Größe, Position und Aufbau der Datenspeicher werden darin vorgegeben. Dadurch wird sichergestellt, dass die Plastikkarten von allen handelsüblichen Lesegeräten ausgelesen werden können.

Wie ist es um die Datensicherheit bestellt?

Da die auf Magnetstreifen gespeicherten Daten durch die Magnetisierung der Partikel im Streifen gesichert werden, lassen sich Manipulationen nicht gänzlich ausschließen. Selbst Daten, die auf gut vor Magnetfeldern geschützten HiCo-Karten gespeichert wurden, können mit entsprechenden Geräten abgeändert werden. Die Sicherheit der Plastikkarten ist allerdings auch vom daran angeschlossenen System abhängig.

Verzichtet man darauf, sensible Daten auf dem Magnetstreifen zu sichern, wird der potenzielle Schaden durch verlorene oder manipulierte Karten vermindert. Als Sicherheitsmaßnahme könnten wichtige Daten beispielsweise in einer Datenbank gespeichert und anschließend mit einer Kartennummer verknüpft werden. Auf der Karte selbst wird nur diese Nummer hinterlegt. Das abzufragende Passwort, wie Sie es von der Bankomatkarte her kennen, liegt dann am Server und ist somit bei Verlust der Karte nicht auslesbar.

Selbst codieren oder codieren lassen?

Grundsätzlich ist beides möglich. Wenn Sie Ihre Magnetkarten selbst beschreiben wollen, benötigen Sie ein spezielles Codiergerät. Diese werden als Einzelgeräte angeboten, können aber auch Teil von Kartendruckern sein. Die Anschaffung eines Codiergerätes lohnt dann, wenn regelmäßig größere Kartenmengen beschrieben werden müssen. Eine Auswahl an preiswerten Modellen finden Sie in unserem Shop.

Unser Angebot für Sie:

Sollten Sie die Codierung nicht selbst vornehmen wollen, übernehmen wir diese Aufgabe gern für Sie. Senden Sie uns die zu speichernden Informationen als Datenbank (zum Beispiel eine Excel-Tabelle) zu und Sie erhalten die Karten fertig codiert und personalisiert zugesandt.

Selbstverständlich können Sie eine kostenlose Testcharge ordern, um die Kompatibilität mit Ihrem System zu überprüfen. Sollte es hier zu Problemen kommen, sind wir Ihnen gern bei der Lösung behilflich.

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